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3 SAT
05:25
Die Sonne zeigt sich Anfang Februar nach über drei Monaten zum ersten Mal. Etwas für uns so selbstverständliches wie ein Sonnenaufgang wird in Grönland zu einem gefeierten Naturwunder. Die Kinder basteln Papiersonnen, um das Erscheinen der Sonne nach der langen Dunkelheit zu begrüßen, die Erwachsenen veranstalten Schlittenrennen: Zwei der vielen Traditionen, die Alain und Nathalie Antognelli während ihres Aufenthalts in Savissivik kennenlernen. Die beiden Fotografen verbringen neun Monate bei einer Inuit-Familie, gehen mit ihr auf Eisbärjagd und Robbenfang, lernen das Fahren von Schlittenhundegespannen und das Herstellen von Kleidung. Sie erkennen, dass das Leben auf dem Eis seinem eigenen Rhythmus folgt und dass das Leben des Naturvolkes bedroht ist. Ihre Welt schrumpft, und ihre traditionelle Lebensweise gerät in Gefahr. Durch die Erderwärmung wird das Packeis immer dünner, ist nicht mehr tragfähig genug, das offene Meer rückt immer näher, und die Inuit können ihre Jagdgebiete nicht mehr mit dem Schlitten erreichen. Die jungen Inuit haben eine ungewisse Zukunft.
06:10
3satTextVision
06:20
Kulturzeit
07:00
nano
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit
09:45
nano
10:15
Eine Best of-Ausgabe.
11:45
Thema
12:30
ECO
13:00
ZIB
13:25
R: Jürgen Hansen, Simone Stripp... Die zweiteilige Dokumentation lädt zu einer Zugreise durch Neuseeland ein. Im ersten Teil geht es mit dem Overlander quer über die Nordinsel von Auckland nach Wellington. Der Zug fährt durch grüne Parklandschaften und wilde Vulkangebiete. Spektakuläre Landschafts – und Tieraufnahmen zeigen ein Land, das so vielfältig ist wie sonst nur ein ganzer Kontinent.
14:10
R: Jürgen Hansen, Simone Stripp... Im zweiten Teil der Dokumentation geht die Fahrt über die Südinsel. Die Reise beginnt an der Fähre von Wellington. Sie führt durch die Marlborough Sounds, mit dem TranzCoastal am Südpazifik entlang nach Christchurch und von dort weiter mit dem TranzAlpine in die Berge. Schließlich taucht der Taieri Gorge Railway Train in die unberührte Natur der Südinsel ein.
14:50
R: Leanne Pooley... Die Reihe zeigt die faszinierende Natur Neuseelands. An einzelnen Etappen, die durch ganz unterschiedliche Regionen führen, bringen Ortsansässige den Zuschauern Leben und Kultur nahe. Diese Folge führt in eine der kältesten und regenreichsten Regionen nahe der Antarktis: in den Fiordland-Nationalpark. Er wurde 1952 zum Naturschutzgebiet erklärt und gehört mit 15 Fjorden und einer einzigartigen wilden Küstenlandschaft zum UNESCO-Welterbe. Besonders die beiden Fjorde Milford Sound und Doubtful Sound gehören zu den begehrten Naturreisezielen des Inselstaats. Wie in ganz Neuseeland gibt es auch in der Region Fiordland keine einheimischen Landsäugetiere. So hat sich hier einst von Siedlern mitgebrachtes Rotwild dank fehlender natürlicher Feinde zur Plage entwickelt. In den nährstoffreichen Gewässern vor der Küste Fiordlands tummeln sich zahlreiche Fische, aber auch Robben werden vom üppigen Nahrungsangebot angelockt. An den Küsten werden Langusten für den internationalen Export gefangen. Mit dem Dampfschiff geht es weiter nach Queenstown, einer der wenigen Städte im tiefen Süden. Vor den Toren der Stadt befindet sich ein Mekka für Fallschirmspringer. Außerdem dienten einige Plätze als Kulisse für die Fantasy-Film-Trilogie Herr der Ringe. Nicht weit hinter Queenstown türmen sich die höchsten Gipfel Neuseelands zu einem beeindruckenden Gebirge, das an die europäischen Alpen erinnert und den Namen Southern Alps trägt. Vom Meer her treibt die Tasmanische See feuchte Luft die Hänge hinauf. So gehört die Westseite der Gipfelkette zu den regenreichsten Gebieten der Erde und ist mit ausgedehnten Regenwäldern bedeckt. Neben riesigen Farnen findet man Scheinbuchen, die ihr Wurzelwerk in die dünne, fruchtbare Erdschicht graben, und Moose, die alles überziehen. Auch die rund 580 Meter hohen Sutherland-Wasserfälle stürzen hier die Klippen hinab und bieten gerade nach starken Regenfällen einen spektakulären Anblick. Die Region ist Lebensraum des Kakapo, der einzigen Papageienart weltweit, die nicht fliegen kann. Der Kakapo ist heute stark bedroht und wird durch ein spezielles Brutprogramm im Nationalparkgebiet nachgezüchtet und wieder ausgewildert.
15:35
R: Leanne Pooley... Hohe Berge, eine wilde Küstenlandschaft, die verlassenen Ruinen einer Goldgräberstadt, klare aus Gletscherwasser gespeiste Bergseen: Die Neuseeländischen Alpen sind spektakulär. Weite Grasebenen wechseln sich mit majestätisch aufragenden, kargen Bergketten ab. Zwischen diesen Bergen befindet sich der höchste des Landes, der Mount Cook mit mehr als 3700 Metern. Gletscher haben das Gesicht der Südalpen Neuseelands geformt. Das Wasser der Schmelzwasserflüsse hat die Berge mit tiefen Schluchten durchzogen. Im Landesinneren befinden sich funkelnde türkisfarbene Bergseen. Einige sind mit Kanälen verbunden, deren schnell fließendes Wasser für die Lachszucht genutzt wird. An anderen Seen wird das Wasser gestaut, um Energie zu erzeugen – Neuseeland deckt 75 Prozent seines Energiebedarfs aus regenerativen Quellen. 50 Prozent des Gesamtbedarfs werden allein durch Wasserkraft gewonnen. Das Land im Pazifik ist somit ein Vorreiter im Bereich der grünen Energie. Der Aoraki – oder Mount Cook-Nationalpark beherbergt nicht nur den höchsten und längsten aller Gletscher Neuseelands, sondern auch insgesamt 19 Gipfel über 3000 Meter. Der Maori-Name des Mount Cook, Aoraki, bedeutet so viel wie Wolken durchstechend. Ein Meer aus Wolken wogt um die schroffen, vereisten Gipfel und bietet ein atemberaubendes Panorama. Im Gegensatz dazu ist die Region Otago, die nordöstlich der sogenannten Southern Lakes liegt, trocken, heiß und staubig. In den 1860er-Jahren lag hier das Zentrum des Goldrausches. Zu Tausenden strömten die Goldsucher aus der ganzen Welt ins Inland. Entlang des Dunstan Trail finden sich noch heute ihre Spuren. Der Weg führt durch unendlich karge Weiten bis hin zu dem ehemaligen Goldsucherstädtchen Bendigo. Die Ruinen ihrer einfachen Steinhäuser sind Zeugen einer goldenen Vergangenheit. Das Gold der heutigen Zeit ist in Neuseeland der Wein, wie Winzer Nick Mills erzählt. Pinot Noir ist die bekannteste Rebsorte der südlichsten aller Weinberge, der international Anerkennung gefunden hat. So wie früher Schiffe voller hoffnungsvoller Goldgräber nach Neuseeland kamen, machen sie sich heute, beladen mit Wein, in die entgegengesetzte Richtung auf.
16:20
R: Leanne Pooley... Die Westküste der neuseeländischen Südinsel ist ein landschaftlich spektakulärer, aber für Menschen ein extrem rauer Lebensraum. Im 19. Jahrhundert versuchten sich Goldsucher und zugewanderte Europäer an der Besiedlung dieses feuchten und unwirtlichen Gebietes. Davon zeugen verwitterte und vom Regenwald überwucherte Grabsteine. Noch heute ist der Küstenstreifen ein einsamer Lebensraum. Der schmale Küstenstreifen bietet ursprüngliche und weiße Strände sowie Wiesen, auf denen hier und da Rinder grasen. Begrenzt wird dieser fruchtbare Landstrich von den Südalpen, die sich massig in die Höhe erheben. Die frühen Siedler taten sich extrem schwer, das Gebirge zu überwinden, das von einem undurchdringlichen, sumpfigen Regenwald überwachsen ist, der über eine immense Baumvielfalt verfügt. Das feuchte Klima begünstigt das Wachstum verschiedenster Moosarten. Es heißt, dass Dinge, die sich nicht bewegen, in Sekundenschnelle von einem zarten grünen Teppich überzogen werden. Ein Stück weiter nördlich befindet sich die Tasman-Bucht, benannt nach dem europäischen Entdecker Neuseelands, Abel Tasman. Der niederländische Seefahrer plante genau an dieser Stelle seinen ersten Landgang. Doch die dort lebenden Maori vertrieben das niederländische Schiff. Auch diese Region hat viele Gesichter: weiße Sandstrände, Gebirge und weite Ebenen, zahlreiche Flüsse und nur mit dem Boot erreichbare Naturschutzgebiete. Nur in dieser Gegend der Südinsel findet man Pounamo, einen jadeähnlichen Stein, der fast so hart ist wie Diamant. Der Pounamo spielt in der Kultur der Maori eine wichtige Rolle. Traditionell wird er zur Herstellung von Waffen und Schmuck verwendet. An der Nordspitze der neuseeländischen Südinsel bestehen die Klippen aus weichem Kalkstein, an dem die immer wiederkehrenden Wellen Spuren und bemerkenswerte Formen hinterlassen. Und auf dem Farewell Spit tummeln sich Tölpel in einer eindrucksvollen Kolonie. Die Landzunge ist Rückzugsgebiet und Brutstätte des für Neuseeland typischen Vogels.
17:00
R: Leanne Pooley... In der vierten Folge führt die Reise auf der Nordinsel Neuseelands zunächst in das vulkanische Hochland und die geothermale Wunderwelt. Im Zentrum der Nordinsel – auf dem sogenannten Zentralplateau – erheben sich gleich mehrere Vulkane. Ungeheure Kräfte sind am Werk und formen diese Landschaft. Das spektakuläre Plateau diente auch als Kulisse für das Schattenreich Mordor im Herr der Ringe-Epos. Um das Jahr 200 nach Christus brach der Vulkan Taupo aus. Zigtausende Kubikmeter Asche verteilten sich über die neuseeländische Nordinsel. Der schon einige Tausend Jahre zuvor entstandene Kratersee vergrößerte sich um ein Vielfaches. Historische Quellen berichten, dass sich damals sogar der Himmel über China und Rom tiefrot färbte. Viele der Feuerberge sind noch heute aktiv, darunter die Vulkane Taupo, Mount Tongariro, Mount Ruapehu und Mount Ngauruhoe im Süden. Der weit im Westen liegende Mount Taranaki gilt aufgrund seiner symmetrischen Krone als einer der schönsten Vulkane der Region. Um seine isolierte Lage rankt sich eine eindrucksvolle Legende aus der Kultur der Maori. Der weiter nördlich gelegene Rotorua-See ist ebenfalls ein Kratersee. An seinen Ufern dringt heiße Luft aus den Tiefen der Erde an die Oberfläche, Dampfschwaden ziehen über den See. Die Reise führt vorbei an surreal anmutenden jadegrünen Sulfatseen. Die ganze Landschaft scheint zu dampfen, Schwefelgeruch liegt in der Luft, und Geysire schießen Wasser gen Himmel. Hier lebt Nanny Christina Gardiner vom Maori-Stamm Te Arawa, die Bräuche und das Kunsthandwerk ihres Stamms vorstellt. Über Generationen hinweg haben sich die Menschen an die besonderen Gegebenheiten der Landschaft angepasst und die geothermale Energie in ihren Alltag integriert. Heiße Quellen dienen als Kochtöpfe: In Sieben, die in die Quellen getaucht werden, wird das Essen gegart.
17:45
R: Leanne Pooley... Diesmal geht es in den äußersten Norden der Nordinsel, den am dichtesten besiedelte Teil Neuseelands. Die größte Stadt des Landes, Auckland, liegt an der schmalsten Stelle der Insel. Der Landstreifen zwischen der Tasmansee im Westen und dem Pazifik im Osten ist teilweise nur einen Kilometer breit. Weiter im Norden liegt der märchenhafte Waipoua Forest. Er besteht fast ausschließlich aus den majestätischen neuseeländischen Kauri-Fichten. Bis zu 50 Meter erheben sich diese Bäume kerzengerade in die Lüfte, ihre Stämme haben einen Durchmesser von bis zu vier Metern. Inmitten der Kauri-Fichten steht der Fürst des Waldes, der Tane Mahuta. Er ist der größte noch existierende Kauri-Baum mit einer Höhe von mehr als 50 Metern und einem Stammumfang von fast 14 Metern. Sein Alter wird auf mehr als 2000 Jahre geschätzt. Vor der Ostküste liegen die unbewohnten Poor Knights Islands mit ihrer faszinierenden Unterwasserwelt. Ein Unterwasserfotograf zeigt die zahlreichen Höhlen, die den unterschiedlichsten Fischarten Schutz bieten. Ein Stück weiter nördlich siedelten in der Region der Bay of Islands die ersten Europäer. Als sie sich niederließen, kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit den seit Jahrhunderten dort lebenden Maori. Erst mit der Unterzeichnung des Vertrags von Waitangi 1840 kehrte Frieden ein. Der Vertrag sah zwar ein britisches Staatsoberhaupt vor, sicherte den Maori aber gleichzeitig ihr Land und die britischen Grundrechte zu. In dieser Gegend befindet sich auch der einzige maorische Radiosender, der in der zweiten offiziellen Landessprache sendet. Am nördlichsten Zipfel der Nordinsel, am Kap Reinga, treffen schließlich die Tasmansee und der Pazifik aufeinander. Hier, so sagen die Maori, verlassen die Seelen der Verstorbenen das Land, um sich zur letzten Station ihrer Reise aufzumachen – nach Hawaiki, das Land ihrer Ahnen.
18:30
nano
19:00
Anschl.: 3sat-Wetter.
19:20
Kulturzeit
20:00
Tagesschau
20:15
I: Benno Fürmann, Jessica Schwarz, Matthias Matschke, Annika Kuhl, Uwe Ochsenknecht, Nadja Becker, Sascha Schmitz, Tom Schilling, Lars Rudolph, Florentine Lahme, Katja Flint, Thomas Kretschmann, Peter Lohmeyer; S: Rochus Hahn, Alexander Stever; R: Leander Haußmann... Beziehungskomödie nach dem Sachbuchbestseller von Barbara und Allan Pease., Benno Fürmann, Jessica Schwarz und Uwe Ochsenknecht machen sich in der platten Bestselleradaption von Leander Haußmann („Sonnenallee“) zum Affen. Männer können kaum hinsehen, Frauen nur müde lächeln. Auch die launige James-Last-Musik kann da nichts mehr retten.
22:00
ZIB 2
22:25
I: Liam Neeson, Amanda Seyfried, Julianne Moore, Laura DeCarteret, Max Thieriot, Nina Dobrev, Mishu Vellani, Meghan Heffern, David Reale; S: Erin Cressida Wilson; R: Atom Egoyan... Amanda Seyfried zieht Julianne Moore und Liam Neeson in ein Verwirrspiel., Die Beziehung zwischen Gynäkologin Catherine (Moore) und Ehemann David (Neeson) ist so unterkühlt wie ihr Designerhaus. Als sie auf seinem Handy eine zweideutige Nachricht entdeckt, engagiert sie ein Callgirl (Seyfried), um Davids Treue zu testen. Das riskante Spiel gerät außer Kontrolle… Das Remake des französischen Erotikdramas „Nathalie“ (2003, mit Ardant, Béart und Depardieu) ist raffinierter und subtiler als das Original, allerdings enttäuscht der Film von Atom Egoyan („Exotica“) mit einem an Hollywood-Thriller der 1990er-Jahre angelehnten Finale.
23:50
I: Valeria Bruni Tedeschi, Stéphane Freiss, Géraldine Pailhas, Françoise Fabian, Michel Lonsdale, Antoine Chappey, Marc Ruchmann, Jason Tavassoli, Jean-Pol Brissart; S: François Ozon, Emmanuele Bernheim; R: François Ozon... Liebesdrama, besser gesagt: ein amardsebeiL (bitte rückwärts lesen!)., Es beginnt mit der Scheidung und endet mit dem Kennenlernen im Urlaub: In fünf Kapiteln rollt François Ozon („Der andere Liebhaber“) die gescheiterte Beziehung von Marion (stark: Valeria Bruni Tedeschi) und Gilles (Stéphane Freiss) auf – rückwärts! Dieser Kunstgriff produziert ein vergiftetes Happy End, das für uns Zuschauer die Frage aufwirft, wann das Scheitern der beiden eigentlich begann. „5 x 2“ zeichnet ein sinnliches, gleichzeitig desillusionierendes Bild ihrer Partnerschaft und schärft durch seine ungewöhnliche, aber kaum verstörende Erzählweise unseren Blick für erzählerische Details.
01:20
10 vor 10
01:45
Rundschau
02:30
R: Helen Arnet... Man kennt ihn von seinen Auftritten als Experte für Armuts – und Reichtumsforschung: Ueli Mäder, emeritierter Soziologieprofessor und linkes Urgestein der Schweiz. Noch immer ist Mäder aktiv. 68 – was bleibt?: So heißt Mäders neuestes Buch. Dieselbe Frage stellte der 66-Jährige auch über 100 anderen Exponenten der Bewegung. Reporterin Helen Arnet begleitet Mäder unter anderem zu Verleger Jürg Marquard in dessen Villa Bellavista. Die Musik sei es gewesen, die ihn an der Jugendbewegung fasziniert und 1965 die Musikzeitschrift Pop habe gründen lassen, erzählt Marquard. Weder habe er sich damals vorstellen können, dass man mit einer Musikzeitschrift Geld verdienen könne, noch sei es ihm um Politik gegangen: Ich bin kein politischer Mensch, sagt Marquard im Interview mit Ueli Mäder. Ueli Mäder liebt den Disput mit Andersdenkenden. Seit einer hitzigen Fernsehdebatte trifft er sich beispielsweise regelmäßig mit Markus Somm, dem Chefredakteur und Mitbesitzer der Basler Zeitung. Dieser schätzt die Diskussionen mit Ueli Mäder trotz aller weltanschaulichen und politischen Differenzen. Ueli Mäder ist so etwas wie der Prototyp des Achtundsechzigers. Er war Militärdienstverweigerer, demonstrierte gegen den Vietnamkrieg und für fairen Tourismus in der dritten Welt, war Hausmann, Gründungsmitglied der linken Partei POCH, saß im Basler Großen Rat und lebte über 40 Jahre lang in Wohngemeinschaften. Dort wurden auch seine drei Kinder geboren. Heute wohnt Mäder mit seiner Frau, mit der er seit 1968 liiert ist, in einer Zweizimmermietwohnung im aargauischen Rheinfelden.
02:55
R: Jürgen Ackermann
03:20
R: Leanne Pooley... Die Reihe zeigt die faszinierende Natur Neuseelands. An einzelnen Etappen, die durch ganz unterschiedliche Regionen führen, bringen Ortsansässige den Zuschauern Leben und Kultur nahe. Diese Folge führt in eine der kältesten und regenreichsten Regionen nahe der Antarktis: in den Fiordland-Nationalpark. Er wurde 1952 zum Naturschutzgebiet erklärt und gehört mit 15 Fjorden und einer einzigartigen wilden Küstenlandschaft zum UNESCO-Welterbe. Besonders die beiden Fjorde Milford Sound und Doubtful Sound gehören zu den begehrten Naturreisezielen des Inselstaats. Wie in ganz Neuseeland gibt es auch in der Region Fiordland keine einheimischen Landsäugetiere. So hat sich hier einst von Siedlern mitgebrachtes Rotwild dank fehlender natürlicher Feinde zur Plage entwickelt. In den nährstoffreichen Gewässern vor der Küste Fiordlands tummeln sich zahlreiche Fische, aber auch Robben werden vom üppigen Nahrungsangebot angelockt. An den Küsten werden Langusten für den internationalen Export gefangen. Mit dem Dampfschiff geht es weiter nach Queenstown, einer der wenigen Städte im tiefen Süden. Vor den Toren der Stadt befindet sich ein Mekka für Fallschirmspringer. Außerdem dienten einige Plätze als Kulisse für die Fantasy-Film-Trilogie Herr der Ringe. Nicht weit hinter Queenstown türmen sich die höchsten Gipfel Neuseelands zu einem beeindruckenden Gebirge, das an die europäischen Alpen erinnert und den Namen Southern Alps trägt. Vom Meer her treibt die Tasmanische See feuchte Luft die Hänge hinauf. So gehört die Westseite der Gipfelkette zu den regenreichsten Gebieten der Erde und ist mit ausgedehnten Regenwäldern bedeckt. Neben riesigen Farnen findet man Scheinbuchen, die ihr Wurzelwerk in die dünne, fruchtbare Erdschicht graben, und Moose, die alles überziehen. Auch die rund 580 Meter hohen Sutherland-Wasserfälle stürzen hier die Klippen hinab und bieten gerade nach starken Regenfällen einen spektakulären Anblick. Die Region ist Lebensraum des Kakapo, der einzigen Papageienart weltweit, die nicht fliegen kann. Der Kakapo ist heute stark bedroht und wird durch ein spezielles Brutprogramm im Nationalparkgebiet nachgezüchtet und wieder ausgewildert.
04:05
R: Leanne Pooley... Hohe Berge, eine wilde Küstenlandschaft, die verlassenen Ruinen einer Goldgräberstadt, klare aus Gletscherwasser gespeiste Bergseen: Die Neuseeländischen Alpen sind spektakulär. Weite Grasebenen wechseln sich mit majestätisch aufragenden, kargen Bergketten ab. Zwischen diesen Bergen befindet sich der höchste des Landes, der Mount Cook mit mehr als 3700 Metern. Gletscher haben das Gesicht der Südalpen Neuseelands geformt. Das Wasser der Schmelzwasserflüsse hat die Berge mit tiefen Schluchten durchzogen. Im Landesinneren befinden sich funkelnde türkisfarbene Bergseen. Einige sind mit Kanälen verbunden, deren schnell fließendes Wasser für die Lachszucht genutzt wird. An anderen Seen wird das Wasser gestaut, um Energie zu erzeugen – Neuseeland deckt 75 Prozent seines Energiebedarfs aus regenerativen Quellen. 50 Prozent des Gesamtbedarfs werden allein durch Wasserkraft gewonnen. Das Land im Pazifik ist somit ein Vorreiter im Bereich der grünen Energie. Der Aoraki – oder Mount Cook-Nationalpark beherbergt nicht nur den höchsten und längsten aller Gletscher Neuseelands, sondern auch insgesamt 19 Gipfel über 3000 Meter. Der Maori-Name des Mount Cook, Aoraki, bedeutet so viel wie Wolken durchstechend. Ein Meer aus Wolken wogt um die schroffen, vereisten Gipfel und bietet ein atemberaubendes Panorama. Im Gegensatz dazu ist die Region Otago, die nordöstlich der sogenannten Southern Lakes liegt, trocken, heiß und staubig. In den 1860er-Jahren lag hier das Zentrum des Goldrausches. Zu Tausenden strömten die Goldsucher aus der ganzen Welt ins Inland. Entlang des Dunstan Trail finden sich noch heute ihre Spuren. Der Weg führt durch unendlich karge Weiten bis hin zu dem ehemaligen Goldsucherstädtchen Bendigo. Die Ruinen ihrer einfachen Steinhäuser sind Zeugen einer goldenen Vergangenheit. Das Gold der heutigen Zeit ist in Neuseeland der Wein, wie Winzer Nick Mills erzählt. Pinot Noir ist die bekannteste Rebsorte der südlichsten aller Weinberge, der international Anerkennung gefunden hat. So wie früher Schiffe voller hoffnungsvoller Goldgräber nach Neuseeland kamen, machen sie sich heute, beladen mit Wein, in die entgegengesetzte Richtung auf.
04:50
R: Leanne Pooley... Die Westküste der neuseeländischen Südinsel ist ein landschaftlich spektakulärer, aber für Menschen ein extrem rauer Lebensraum. Im 19. Jahrhundert versuchten sich Goldsucher und zugewanderte Europäer an der Besiedlung dieses feuchten und unwirtlichen Gebietes. Davon zeugen verwitterte und vom Regenwald überwucherte Grabsteine. Noch heute ist der Küstenstreifen ein einsamer Lebensraum. Der schmale Küstenstreifen bietet ursprüngliche und weiße Strände sowie Wiesen, auf denen hier und da Rinder grasen. Begrenzt wird dieser fruchtbare Landstrich von den Südalpen, die sich massig in die Höhe erheben. Die frühen Siedler taten sich extrem schwer, das Gebirge zu überwinden, das von einem undurchdringlichen, sumpfigen Regenwald überwachsen ist, der über eine immense Baumvielfalt verfügt. Das feuchte Klima begünstigt das Wachstum verschiedenster Moosarten. Es heißt, dass Dinge, die sich nicht bewegen, in Sekundenschnelle von einem zarten grünen Teppich überzogen werden. Ein Stück weiter nördlich befindet sich die Tasman-Bucht, benannt nach dem europäischen Entdecker Neuseelands, Abel Tasman. Der niederländische Seefahrer plante genau an dieser Stelle seinen ersten Landgang. Doch die dort lebenden Maori vertrieben das niederländische Schiff. Auch diese Region hat viele Gesichter: weiße Sandstrände, Gebirge und weite Ebenen, zahlreiche Flüsse und nur mit dem Boot erreichbare Naturschutzgebiete. Nur in dieser Gegend der Südinsel findet man Pounamo, einen jadeähnlichen Stein, der fast so hart ist wie Diamant. Der Pounamo spielt in der Kultur der Maori eine wichtige Rolle. Traditionell wird er zur Herstellung von Waffen und Schmuck verwendet. An der Nordspitze der neuseeländischen Südinsel bestehen die Klippen aus weichem Kalkstein, an dem die immer wiederkehrenden Wellen Spuren und bemerkenswerte Formen hinterlassen. Und auf dem Farewell Spit tummeln sich Tölpel in einer eindrucksvollen Kolonie. Die Landzunge ist Rückzugsgebiet und Brutstätte des für Neuseeland typischen Vogels.
05:30
R: Roland Huber... Wenn es Nacht wird, schlägt die Stunde der Himmelsbeobachter: Sie suchen Sterne, Zwergplaneten, fremde Galaxien, jagen Sternschnuppen, Asteroiden und NEOs – erdnahe Objekte. Fasziniert von der Frage Ist da draußen jemand? lassen sie sich vom Nachthimmel inspirieren. Allein Oberösterreich zählt mehr als tausend Himmelsbeobachter. Filmemacher Roland Huber unternimmt eine faszinierende Entdeckungsreise mit Hobby-Astronomen. Mit immer größeren Teleskopen sehen sie tiefer ins All als jemals zuvor und machen Entdeckungen, von denen ein Galileo Galilei nicht einmal zu träumen gewagt hätte. Tagsüber sind sie Banker, Landwirte, Elektrotechniker, Unfallchirurgen. Aber am frühen Abend, lange bevor ein einziger Lichtpunkt am Himmel zu sehen ist, bereiten sich Erwin Filimon, Vorstand des Astronomische Arbeitskreises Salzkammergut , und die anderen Himmels-Enthusiasten hoch über dem Attersee auf eine Jagd nach weißen Zwergen, roten Riesen oder majestätischen Galaxien vor. Dietmar Hager ist Sternenfotograf. Seine Bilder zeigen ferne Welten, wie sie noch niemand gesehen hat. Der renommierte Chirurg will Menschen die Magie der Sterne wieder näherbringen. Im Deep Space des Ars Electronica Center in Linz fliegt er mit Besuchern bis zum Ende des Universums. Seit Jahren kämpft Hager gegen den Licht-Smog und warnt: Mit der Lichtverschmutzung verschließen wir das Fenster zum Kosmos und grenzen unser Weltbild ein. Zu den Männern, die auf Sterne starren, gehört auch Egon Döberl. Angefangen hat das mit zwölf Jahren. Ich habe durch ein Fernrohr geschaut und dann haben mich die Sterne nicht mehr losgelassen, erzählt der gelernte Maurer und nunmehrige Teleskopbauer aus Grünbach bei Freistadt. Die Europäische Südsternwarte rückt in Chile mit zwölf Teleskopen made im Mühlviertel erdähnlichen Planeten näher, ebenso wie viele andere Himmelsforscher aus aller Welt. Döberls Firma Astrosysteme Austria erlebt dadurch einen kometenhaften Aufstieg. Der Film begleitet den Unternehmer nach Serbien, wo das größte ASA-Teleskop steht, das bisher gebaut wurde. Nur damit gelingt es, sogenannte Doppelsterne zu erkennen – Sterne also, die am Himmel als nur ein einziger Stern erscheinen, weil sie so nahe beisammenstehen. Das Filmteam hat auch den königlichen Sterngucker Richard Gierlinger aus Rainbach im Innkreis besucht. Ihm ist eine seltene Ehre zuteil geworden: So wie der Chirurg Dietmar Hager, ist auch er Mitglied der elitären Royal Astronomical Society mit Sitz in London. Die große Leidenschaft des Innviertlers ist die Jagd nach kleinen Planeten. Deshalb trägt nun ein Asteroid ganz offiziell den Namen seiner Heimatstadt – Schärding. Justin Kabaus aus Gallneukirchen porträtiert in spektakulären Zeitrafferaufnahmen den Sternenhimmel. Nächtelang harrt er dafür in der Kälte auf der Hohen Dirn aus. Denn für ihn ist die Nacht in den Bergen alles andere als schwarz.
06:00
R: Frank Grevsmühl... Seit 1599 baut die Familie Grassmayr Glocken. Doch der neue Auftrag bedeutet die größte Herausforderung der Firmengeschichte: der Guss der schwersten freischwingenden Glocke der Welt. Beauftragt wurden die Grassmayrs vom Patriarchen der rumänisch-orthodoxen Kirche, Daniel I., dessen Konterfei auf der Glocke verewigt ist. Der Film begleitet den Herstellungsprozess der Glocke für die neue Kathedrale in Bukarest bis zum ersten Anschlagen. Bei allen Berechnungen zu Statik, Wandstärke und Klangvolumen helfen heute modernste Computerprogramme, doch die Herstellung bleibt in vielen Bereichen ein archaischer Vorgang mit Materialien und Werkzeugen, die sich seit Jahrhunderten kaum verändert haben.
06:20
Kulturzeit
07:00
nano
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturzeit
09:45
nano
10:15
Gäste: Sabine Leutheusser-Schnarrenberger Zweimal war sie Justizministerin. In der Sendung äußert sich Leutheusser-Schnarrenberger zum Thema Resozialisierung und sagt, wie sie den Fall Middelhoff erlebt hat. Thomas Middelhoff, ehemaliger Manager Der ehemalige Manager sagt: Die Reform des deutschen Justizvollzugs ist erkennbar überfällig. In der Sendung spricht Middelhoff über seine Zeit im Gefängnis. Michalis Pantelouris, Autor Nach zehn Jahren Ehe wurde der Journalist von seiner Frau verlassen. Pantelouris erzählt, wie er damit umgegangen ist, und spricht über sein Buch Liebe zukünftige Lieblingsfrau. Götz Werner, Unternehmer Vor 45 Jahren eröffnete er seine erste Filiale. Heute besitzt er rund 3450 Drogeriemärkte. Werner erklärt, warum er sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen einsetzt.
11:30
STÖCKL.
12:30
Sehen statt Hören
13:00
ZIB
13:25
R: Peter Moers... Der Gebirgszug der MacDonnells, seit 1992 ein Nationalpark, erstreckt sich einige Hundert Kilometer in west-östlicher Richtung durch das ansonsten flache, wüstenartige Zentrum Australiens. Die fünfteilige Reihe führt durch spektakuläre Nationalparks in die Wildnis Australiens. Die erste Folge besucht den West-MacDonnell-Ranges National Park. Aus dessen wüstenartiger Ebene ragen die berühmten abgeschliffenen Sandsteinkuppen von Kata Tjuta und Uluru, früher The Olgas und Ayers Rock genannt, heraus. Immer wieder wird das vor 350 Millionen Jahren entstandene Gebirge von Flussläufen durchschnitten. Der bekannteste von ihnen ist der Finke River, eines der ältesten Flusssysteme der Welt. Den Aranda-Aborigenes galten die Honigameisen als Leckerbissen, eine vitaminhaltige, süße Nahrung. Diese Art der Ernährung nennt der Australier Bush Tucker – Nahrung und Medizin aus der Natur. Ein Experte für Bush Tucker ist der Botaniker Peter Latz, der die Sprache der Aranda beherrscht.
14:10
R: Peter Moers... Die Nationalparks und Naturschutzgebiete Australische Alpen, die sich über drei Bundesstaaten erstrecken, schützt ein durch Erosion rundgeschliffenes Gebirge im Südosten des Kontinents. Durch dessen tiefe Täler fließt der wilde Snowy River, der den Hängen des Mount Kosciuszko entspringt. Dort schneit es im Winter regelmäßig. Dort lebt der Bergbilchbeutler, Australiens einziges Beuteltier, das Winterschlaf hält und Vorräte anlegt. Nach der Schneeschmelze benötigt das hamstergroße Tier reichhaltige Nahrung, die in erster Linie aus Bogong-Faltern besteht. Doch die Klimaveränderung gefährdet die Existenz der Bergbilchbeutler. Steht das nahrhafte Futter nicht zum rechten Zeitpunkt zur Verfügung und schmilzt der Schnee bereits vor der Ankunft der Bogong-Falter, müssen die Bergbilchbeutler verhungern. Am Snowy River leben auch viele Wildpferde, sogenannte Brumbys. Einst waren sie die Reitpferde der australischen Cowboys. Inzwischen sind sie zu einer Plage für die Nationalparks geworden, weil sie mit ihren harten Hufen den Boden zerstören. Als sie von der Parkleitung vorübergehend zum Abschuss freigegeben wurden, war die öffentliche Empörung groß. Nun werden sie mit viel Aufwand eingefangen und verkauft, doch das reduziert den Bestand kaum. Die Brumby-Freunde beharren auf der kulturellen Bedeutung der Pferde und verweisen auf das australische Nationalepos des Dichters Banjo Paterson, der Pferd und Reiter verherrlicht. Glen Symonds und seine Frau Julie nehmen eingefangene Brumbys auf und bilden sie zu Reitpferden für Kinder aus. Das erfordert viel Geduld und Mühe. Im Frühjahr dann, wenn auf den Bergkuppen noch Schnee liegt, kann man dem lautstarken Ritual des Leierschwanzvogels lauschen, der sämtliche aufgeschnappte Vogelstimmen nachzuahmen weiß, oder Graue Riesenkängurus sichten, die auf den hochalpinen Almen Gras fressen.
14:50
R: Peter Moers... Die weite Seenlandschaft und die hohen Felswände des Cradle-Mountain-Massivs, die zu wilden Tälern des seltenen gemäßigten Regenwaldes hinabführen, bilden eine spektakuläre Szenerie. Der Nationalpark Cradle Mountain-Lake Saint Clair ist ein Juwel unter Australiens Nationalparks. Er ist Teil der Wildnis, die fast den gesamten Westen Tasmaniens, der größten australischen Insel, bedeckt. Sturmumtost liegt sie 240 Kilometer südlich des Festlandes im Wirkungskreis südpolarer Stürme. Aufgrund der isolierten Lage konnten auf Tasmanien zahlreiche Arten überleben. So leben hier die letzten eierlegenden Säugetiere der Welt, der Ameisenigel und das Schnabeltier. Der Nationalpark Cradle Mountain-Lake Saint Clair hat zwei Gesichter. Im Winter sind Gipfel und Seen mit Schnee und Eis bedeckt, im Sommer, also im Dezember und Januar, blühen die Blumen auf den Wiesen. Aber das ganze Jahr über hausen in den Wäldern die Tasmanischen Teufel, die größten fleischfressenden Beuteltiere. Doch seit 1996 grassiert auf Tasmanien eine mysteriöse Krankheit unter den Tieren, die den Bestand gefährdet. Naturschützer und Biologen sorgen sich um das Gleichgewicht des gesamten Ökosystems der Insel, sollten die Tasmanischen Teufel aussterben. Vor allem eingeschleppte europäische Rotfüchse würden sich ausbreiten und eine einheimische Art nach der anderen ausrotten. Samantha Fox gehört zur sogenannten Devil Task Force, die die Tiere retten will. Und Wade Anthony hat mit einem Schutzgebiet am Fuße des Cradle-Mountain-Massivs für Interessierte eine Möglichkeit geschaffen, die nachtaktiven Räuber zu sehen und ihre lautstarken, spektakulären Auseinandersetzungen hautnah mitzuerleben. Während nachts die Beutelteufel auf die Jagd gehen, halten tagsüber die mächtigen Keilschwanzadler über den Wäldern nach Beute Ausschau. Aus der Perspektive dieser Adler lässt sich die Schönheit der eindrucksvollen Landschaft genießen. In einzigartigen Luftaufnahmen zeigen die Filmemacher die unwegsamen Weiten der Insel, deren dichte Wälder, zerklüftete Basaltgipfel und endlose Heidelandschaften.
15:35
R: Peter Moers... Die Korallen des Great Barrier Reefs reichen bis an den makellos weißen Strand heran, von dort aus zieht sich ein dichter Regenwald die Berghänge hinauf. Der Daintree-Nationalpark ist der verbliebene tropische Lebensraum, der sich früher über den gesamten Norden Australiens erstreckte. Klimaveränderungen ließen den Regenwald über Jahrtausende stark schrumpfen, Rodungen durch Menschen dezimierten ihn zusätzlich. Doch durch die Einrichtung des Nationalparks haben zahlreiche Pflanzen – und Tierarten aus der Frühzeit des Kontinents überlebt. Direkt am Rand des Daintree-Nationalparks steht ein Baukran made in Germany. Er ist Teil eines Regenwaldlabors und dient der Erforschung des Kronendachs. Peter Byrnes von der Universität Cairns leitet die Regenwaldforschungsstation, Andrew Thompson ist sein technischer Assistent. 2010 haben die Regenwaldforscher eine Studie über Käfer erstellt. Im Regenwald leben auch die Kasuare, flugunfähige Riesenvögel. Wegen ihrer auffällig bunten Hals – und Kopffarben werden sie auch als die Juwelen des Dschungels bezeichnet. Die Schmuckdesignerin Liz Gallie hat sich zur Fürsprecherin der Kasuare gemacht. Sie bewundert die Riesenvögel und nimmt ihre Farben als Vorlagen für ihre Kreationen. Auch das Lumholtz-Baumkänguru lebt im Regenwald. Trotz seiner mächtigen Krallen ist es aber kein wirklicher Kletterkünstler. Die aus Stuttgart stammende Tierpflegerin Margit Cianelli kümmert sich um verletzte Tiere und zieht verwaiste Baumkängurukinder groß.
16:20
R: Peter Moers... Das UNESCO-Weltnaturerbe Shark Bay liegt in der Nähe des Ningaloo Riffs an der Westküste Australiens. Jedes Jahr zwischen März und Juni wird die Bucht zum Futterplatz für Walhaie. Die größten Fische der Erde ernähren sich von Plankton und vom eiweißreichen Laich der Korallen. Der Meeresbiologe Mark Meekan kommt seit zehn Jahren an die Küste, um das Geheimnis der Walhaie zu erforschen. In einem ehemaligen Schafstall unweit der Ortschaft Coral Bay richten er und sein Team ihre Forschungsstation ein. Die Filmemacher tauchen mit den Wissenschaftlern zu den Walhaien und beobachten die friedlichen Riesen. Auf einer Landzunge aus tiefrotem Sand schiebt sich der François-Péron-Nationalpark weit in die flachen Gewässer der Shark Bay. Hier ist das Schutzprogramm Project Eden, ein Paradies für Beuteltiere. Nicole Godfrey arbeitet seit zwölf Jahren an der Aufzucht der letzten Zottel-Hasenkängurus und Kaninchennasenbeutler Australiens, die im Parkgelände ausgesetzt werden sollen. Doch die bekannteste Attraktion von Shark Bay ist der Strand von Monkey Mia. Vor 23 Jahren kam die Meeresforscherin Janet Mann aus den USA erstmals in die Region. Sie hörte von Delfinen, die hier nahe am Strand schwimmen und eine eigene Jagdtechnik entwickelt haben. Sie sah die großartige Chance, die außergewöhnliche Gruppe von Meeressäugern in ihrer natürlichen Umgebung zu erforschen. Die Kamera begleitet sie bei der Beobachtung von jagenden Delfinen, die als einzige Delfinpopulation der Welt Werkzeuge zur Jagd benutzt.
17:00
R: Dirk Steffens, Marcus Fischötter... Spinnen, Fische, Quallen, Kröten: „Australien – Der giftige Kontinent“ beherbergt die meisten Tiere, deren Gift für Menschen tödlich sein kann. Jahrzehntelang hat man sie bekämpft, inzwischen ist klar, dass auch sie wichtige Funktionen im Ökosytem haben und sogar nützlich sein können. Dirk Steffens zeigt, wie.
17:45
R: Dirk Steffens, Thomas Förster... Das Great Barrier Reef, das größte Korallenriff der Erde, ist ein Weltwunder der Natur. Es ist auch eines der Ökosysteme, die weltweit am stärksten vom Klimawandel betroffen sind. Dramatisch ist die Lage für die Koalas. Obwohl der Koala eine Symbolfigur des Landes ist, wird sein Lebensraum mehr und mehr zerstört. Und was wäre Australien ohne Beuteltiere? An der Küste vor dem Great Barrier Reef liegen die Wet Tropics, ein Regenwald, dessen Artenvielfalt noch größer ist als die des Riffs. Baumkängurus und Ringbeutler leben dort. Dirk Steffens trifft Ernie, einen gelehrten Aborigine, der ein Meister im Aufspüren der Tiere ist – sehr zur Verwunderung der Forscher.
18:30
nano
19:00
Anschl.: 3sat-Wetter.
19:20
Kulturzeit
20:00
Tagesschau
20:15
I: Nina Hoss, Heiner Lauterbach, Mathieu Carriere, Til Schweiger, Hannelore Elsner, Katja Flint, Horst Krause, Heinrich Schafmeister; S: Uwe Wilhelm, Bernd Eichinger; R: Bernd Eichinger... TV-Kriminalmelodram nach einem wahren Fall., Die 50er, Zeit des Wirtschaftswunders. Rosemarie Nitribitt (Nina Hoss) träumt von einem Leben in Luxus und kommt diesem Ziel als High-Society-Prostituierte auch sehr nah. 1957 wird sie unter mysteriösen Umständen ermordet… Der Fall wurde nie aufgeklärt und entwickelte sich zum Politskandal. Genug hohe Tiere gehörten zu Nitribitts Kunden. 1958 entstand die erste Verfilmung mit Nadja Tiller.
22:25
I: Charles Bronson, Liv Ullmann, James Mason, Jill Ireland, Jean Topart; S: Dorothea Bennett, Jo Eisinger, Shimon Wincelberg; R: Terence Young... Charles Bronson als Ex-Gangster gegen alte Kollegen., Joe Martin (Bronson) führt mit seiner Familie ein friedliches Leben an der Côte dAzur, als alte „Freunde“ ihn in einen Rauschgiftdeal verstricken wollen. Um ihre Forderung zu unterstreichen, entführen sie Joes Frau (Liv Ullmann). Das schreit natürlich nach Rache… In seiner Paraderolle als knallharter Einzelgänger steht „Ein Mann sieht rot“-Star Charles Bronson diesmal ein Staraufgebot zur Seite: Bergman-Muse Liv Ullmann probierte sich erstmals im Actionfach, und James Mason („Der unsichtbare Dritte“) überzeugt erneut als Finsterling. Im Anschluss zeigt 3sat noch einen Bronson.
23:50
I: Alain Delon, Charles Bronson, Olga Georges-Picot, Brigitte Fossey, Bernard Fresson, Marianna Falk, Ellen Bahl, Michel Barcet; S: François de Roubaix, Jean Herman, Sébastien Japrisot; R: Jean Herman... Alain Delon und Charles Bronson werden übel gelinkt., Algerien-Veteran Dino (Delon) lässt sich von einer Dame anheuern, um einen Firmentresor zu knacken. Allerdings soll er nichts entwenden, sondern nur Akten zurücklegen. Er lässt sich nach Büroschluss einschließen, ist aber nicht allein: Sein Kriegskamerad Franz (Bronson) taucht auf und wittert fette Beute. Zwischen den ungleichen Männern kommts zum Streit, bis sie merken, dass sie reingelegt wurden… Männer, die sich hassen, um anschließend füreinander durchs Feuer zu gehen – um diesen Mythos nach Westernvorbild dreht sich die kühl kalkulierte, lakonische Story.
01:45
Zapp
02:10
10 vor 10
02:40
Der Deutsche Kleinkunstpreis ehrt herausragende Künstler des Jahres in verschiedenen Kategorien. 3sat zeigt die Preisverleihung 2018 aus dem Mainzer unterhaus, moderiert von Urban Priol. Die Preisträger in diesem Jahr: Simone Solga , Marco Tschirpke , Torsten Sträter , Lisa Eckhart und Andreas Vitásek (Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz). Seit Jahren ist die selbst ernannte Kanzlersouffleuse Simone Solga ganz nah dran an der großen Politik. Die Jury stellt begeistert fest, dass die Kabarettistin mit entwaffnender Liebenswürdigkeit unverschämte Gemeinheiten abschießt und damit ins Schwarze trifft. Der Berliner Songpoet Marco Tschirpke fasziniert Jury und Publikum mit raffiniert vertonten Texten. In der Begründung heißt es: Er sinniert ungerührt intelligent und immer charmant über die Sonderlichkeiten des Lebens. Marco Tschirpke macht einfach Lust auf Lyrik. In der Sparte Kleinkunst wird mit Torsten Sträter ein Künstler ausgezeichnet, der mit einfachen Mitteln enorme Wirkung zu erzeugen weiß. Der Schriftsteller, Slam-Poet und Vorleser lässt aus Alltagsbeobachtungen einzigartige, absurde Welten entstehen. Die Jury ahnt: Unter seiner dunklen Wollmütze haben vordergründig komische und ungeahnt abgründige Gedanken Platz. Den Förderpreis der Stadt Mainz erhält Lisa Eckhart. Wer die junge Österreicherin einmal auf der Bühne erlebt hat, vergisst sie nicht mehr. Frappierend, geheimnisvoll und diabolisch sind nur einige der Begriffe, mit denen die Jury diese faszinierende Erscheinung zu greifen versucht. Sie widersetzt sich mit Verstand, Versmaß und Logik der Mittelmäßigkeit der Welt. Der Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz schließlich geht an Andreas Vitásek. Der Kabarettist, Clown, Theatermann und Poet ist seit vielen Jahren eine Instanz, nicht nur auf österreichischen Bühnen. In seinem aktuellen Soloprogramm Sekundenschlaf entdeckt die Jury erneut alle Facetten seines umfassenden Könnens – versteckt in kleinen Gesten und leisen Tönen, mit umso größerer poetischer Wirkung.
03:55
Wenn Konrad Stöckel auftritt, steht nicht nur das 3sat-Zelt unter Strom. Eine irre Physik-Chemie-Zauber-Unterhaltungs-Show mit Knalleffekt. Staunen, aber nicht nachmachen! Konrad Stöckel ist Comedian, Autor, Entertainer, Moderator, Zauberkünstler – und der garantiert verrückteste Professor auf deutschen Bühnen. Endlich ist er auch beim 3satfestival zu Gast und verspricht eine Show, die man nicht so schnell vergessen wird. Dass 13-Jährige zu Experimentierfreude neigen, ist nichts Ungewöhnliches. Vor allem, wenn es dabei um Rauch und Magie, Technik und Gefahren aller Art geht. Der kleine Konrad aber ist schon immer gern einen Schritt weiter gegangen als die anderen Jungs: Ein Zauberkasten, ein Buch über Freaks und Sensationskünstler, dazu eine Überdosis Neugier und Angstfreiheit – fertig war der pubertierende Extrem-Entertainer Konrad Stöckel. Und das war erst der Anfang. Konrad Stöckel ist nicht einmal volljährig, als er 1995 vom Magischen Zirkel Berlin für die publikumswirksamste Darbietung ausgezeichnet wird. Im selben Jahr verspeist er seine erste Glühbirne. Es folgen zahllose TV-Auftritte zwischen wissenschaftlichen Experimenten und grobem Unfug, eine eigene Fernseh-Show, Tourneen mit Abstechern bis in die USA und nach China. Nebenbei beteiligt er sich an Theaterproduktionen, hält Vorträge an Hochschulen und engagiert sich für sozial benachteiligte Kinder in seiner Heimatstadt Hamburg. Konrad Stöckel ist ein echtes Multitalent mit Herz, Hirn und einer gehörigen Portion Wahnsinn. Weil ein Stöckel nicht ausreicht, hat er sogar ein Alter Ego entwickelt: Als Fat King Konrad verbindet er regelmäßig seine gewagtesten Experimente zu nicht ganz jugendfreien Ab 18-Vorstellungen. Er erzeugt Bierfontänen mit Schall, wandert über Flüssigkeiten, verwandelt Glasflaschen in Flugzeugdüsen und stoppt Ventilatoren mit der Zunge – kurz: Er lässt die Grenzen zwischen Wissenschaft, Illusionskunst und reinem Quatsch spielerisch verschwinden. Hauptsache, es macht Spaß. Für das 3satfestival 2017 hat Konrad Stöckel ganz exklusiv eine eigene Show entwickelt, die dem Ambiente gerecht wird: Entertainment, Humor und Erkenntnisgewinn – garantiert mit Knalleffekt. Zuschauer in den ersten Reihen seien gewarnt: Es wird nicht nur laut und lustig, sondern auch hin und wieder interaktiv.
04:25
Ein Mann, eine Mütze und tausend gute Ideen: Torsten Sträter ist der König der satirischen Kurzgeschichte. Im Mainzer unterhaus erzählt er seine neuesten Geschichten. In seinem Buch Als ich in meinem Alter war geht es nicht nur um Altersfragen – es geht vor allem darum, wie schön das Leben sein kann, wenn man es nicht allzu ernst nimmt. Wer so cool ist, der muss auch im Hochsommer eine Wollmütze tragen: Torsten Sträter, der Oldcomer unter den Slam-Mastern. Erst jenseits der 40 fühlte er sich zum Poeten-Dasein berufen und räumt seither einen Preis nach dem anderen ab. Im Mainzer Forum Theater unterhaus präsentiert er 45 Minuten lang Auszüge aus Als ich in meinem Alter war und surft mit gewohnt lakonischem Humor durch den Irrsinn des Alltags. Oder, wie Torsten Sträter selbst über sich schreibt: 45 Minuten Torsten Sträter, das heißt: seltsame Geschichten, willkürliche Übergänge, unpassende Pointen – ein toller Spaß für Groß und ... nun: Groß. Alles unter dem Deckmantel von Kleinkunst und Kultur. Schlimm. Aber mit den besten Absichten. Und ja, ich schreibe meine Pressetexte selbst. Wenn ich's nicht mache, steht da sonst was von Kabarettpreisen, Erfolg und so. Lieber tiefstapeln. Ich freu mich. Torsten..
05:10
Er ist der Echsorzist der deutschen Kabarett-Szene: Michael Hatzius, der preisgekrönte Puppenspieler, sucht das Mainzer unterhaus heim und präsentiert seine Soloshow Echstasy. Angeführt wird sein tierisches Ensemble wieder von dem allwissenden, großmäuligen Echsen-Urviech, das die Zuschauer in die entlegensten Winkel seiner unmöglichen Gedankengänge mitnimmt. Großkotzig und knallhart kommentiert die Echse das Zeitgeschehen. Das ist nichts für Zartbesaitete, Feministinnen oder Menschen mit Reptilienphobie – aber für alle, die trockenen, lakonischen Humor mögen. Kaum auf der Bühne entwickelt die Zigarren qualmende Kreatur ein Eigenleben und interagiert mit dem Publikum so lebendig, als gäbe es keinen Puppenspieler im Hintergrund. Fans dürfen sich auch auf das bereits bekannte schüchterne Huhn und weitere ganz neue schräge Charaktere freuen, die so einige Überraschungen bereithalten. Das ist ganz großes Puppentheater – garantiert nicht jugendfrei! 3sat ist dabei und schickt die Zuschauer 45 Minuten lang auf einen Echstasy-Trip mit erwünschten Nebenwirkungen für die Lach – und Herzmuskeln.
06:00
Okzitanien, das Land der Katharer, einer christlichen Glaubensbewegung, hat viele Geschichten und Legenden hervorgebracht. Der Film geht in Südfrankreich auf Spurensuche. Die Glaubensgemeinschaft der Katharer wurde ausgelöscht. Fast nichts ist von ihnen geblieben. Alles, was man heute über sie weiß, stammt aus den Aufzeichnungen ihrer Feinde, der Inquisitoren. Und doch ist die Erinnerung an die Katharer im Südfrankreich allgegenwärtig. Die sagenhaften Schätze der Templer und der Westgoten, das Versteck des heiligen Grals und der geheimnisumwitterte Fund von Rennes le Châteaux locken immer wieder Abenteurer, Glücksritter und Spinner an.
06:20
Kulturzeit
07:00
nano
07:30
Alpenpanorama
09:00
ZIB
09:05
Kulturplatz
09:35
Erstausstrahlung.
09:55
R: Gernot Stadler... Die Erstbesteigung des Ankogel im Grenzgebiet zwischen Kärnten und Salzburg im Jahr 1762 stellt für viele den eigentlichen Ursprung des Alpinismus dar. Die Dokumentation zeichnet die Entwicklung des Phänomens Alpinismus nach und hinterfragt die Motive der frühen Pioniere, die sich mit ihren bergsteigerischen Leistungen selbst ein Denkmal gesetzt haben. Zum ersten Mal wurde mit dem Ankogel ein vergletscherter Alpengipfel mit über 3000 Metern Höhe bezwungen, vier Jahre vor dem Mont Blanc und anderen berühmten Bergen der Alpen. Die Pioniertat eines wagemutigen Bauern mit dem Namen Patschg hat bald zahlreiche Nachahmer gefunden, in den kommenden 100 Jahren folgten unzählige Gipfel, so zum Beispiel der Großglockner durch Franz II. Xaver von Salm-Reifferscheidt-Krautheim und das Matterhorn durch den englischen Bergsteiger Edward Whymper, dem später auch die Erstbesteigung des Chimborazo gelingen sollte. Alpinismus wurde bald zum Begriff für Extrembergsteigen, nicht nur in den Alpen, sondern auf der ganzen Welt.
10:45
S: Waltraud Paschinger; R: Waltraud Paschinger... Wilde Natur und uralte Bergbauernkultur prägen den Charakter des Nationalparks Nockberge, der mitten in Österreich eine geradezu exotische Landschaft bildet. Die Nockberge gehören zu den interessantesten Mittelgebirgsformationen Europas und stellen aufgrund ihrer sanften Formen und ihrer geologischen Vielfalt eine Seltenheit dar. Die geschwungenen grünen Nocken erinnern an Irland, die Hochplateaus an Kastilien. Durchbrochen wird diese weiche Landschaft von einem schroffen Felsband mit steilen Karen und scharfen Graten, eisigen Karseen, klaren Bächen und kalten Tümpeln. Bis in die Gipfelregionen weiden Rinderherden und riesige Hirschrudel miteinander, die zahlreichen verfallenen Bergwerke sind längst von alpinen Urwäldern überwuchert.
11:30
R: Manfred Corrine... Dunkelgrüne Wälder, bizarre Felsen, weiße Gletscher: neun Bundesländer, neun Gipfel. Extrembergsteiger Peter Habeler hat prominente Österreicher auf die höchsten Berge des Landes geführt. Mit dabei der Bundespräsident Heinz Fischer, die Schauspielerin Elisabeth Orth, der Musiker Willi Resetarits, Boulder-Star Kilian Fischuber, die Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner und die Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager. Außerdem sind der Wetterguru und Extrembergsteiger Charly Gabl, die Direktorin des Kunsthistorischen Museums Sabine Haag und die renommierte Archäologin Sabine Ladstätter mit von der Partie – sie alle kennen die große Sehnsucht nach rauer Gebirgsluft und nutzen jede Gelegenheit, um Höhenluft zu schnuppern. Aber sind die neun höchsten Gipfel der Bundesländer auch an neun aufeinanderfolgenden Tagen zu besteigen? Jeden Tag einer, ist das zu schaffen? Zwei Bergprofis, Bergführerin Angelika Haspl und Profibergsteiger Gerfried Göschl, haben diesen einmaligen Versuch unternommen.
13:00
ZIB
13:10
Notizen aus dem Ausland
13:15
quer
14:00
Kunst & Krempel
14:30
Erstausstrahlung.
15:00
Natur im Garten
15:30
R: Michael Hertle... Falkner Niels Meyer-Först aus Buchenbach bei Freiburg möchte die jahrtausendealte Jagdkunst ins 21. Jahrhundert übertragen. Der Film begleitet ihn bei seinen Einsätzen. Mit seinem Wanderfalken Strawberry geht Niels Meyer-Först auf die Jagd, um Krähen aus einem Wohngebiet zu vertreiben. Der nächste Einsatz führt in die Hangars des Stuttgarter Flughafens, um Tauben zu vertreiben. Vergrämen nennt sich dies in der Falkner-Sprache. Die Nachfrage nach seinen Falkner-Kursen bestätigt Niels Meyer-Först, dass immer mehr Menschen sich für die Jagd mit Vögeln interessieren. Ursprünglich kam die Falknerei aus der Mongolei über Arabien nach Europa. Kaiser Friedrich II. hat mit De arte venandi cum avibus einen Klassiker zur Falknerei geschrieben, der teilweise heute noch aktuell ist.
16:00
Seidenmetropole und Hochburg der Gastronomie: Lyon ist nicht nur die zweitgrößte Stadt Frankreichs, sondern schon immer auch Handelsknotenpunkt und Durchgangsstation für Südeuropa-Reisen. Damit schreibt die Stadt 2000-jährige Geschichte. Es lohnt sich, die Altstadt, die Seidenmaler – und Kulturszene anzuschauen – und natürlich, köstlich zu speisen. Wer danach sportliche Aktivitäten sucht, ist an der Ardeche richtig. Kanu – und Kajakfahrern ist die Schlucht dieses Flusses gut bekannt. Aber auch Ruhesuchende kommen in dieser Region südlich von Lyon auf ihre Kosten: In der Montagne Ardechoise entspringt Frankreichs längster Fluss, die Loire; und in dieser Landschaft ist auch der Mastrou zu Hause. Die urige Dampfeisenbahn fährt in den Sommermonaten durch die einmaligen Landschaften, Täler und Schluchten der südlichen Ardeche. Im Süden Frankreichs, westlich der Rhône bis zur spanischen Grenze und den Pyrenäen, erstreckt sich die Region Languedoc-Roussillon. Mit rund 300 Sonnentagen im Jahr, 200 Kilometern Sandstrand sowie einem abwechslungsreichen Hinterland bietet das Roussillon ideale Voraussetzungen für interessante Ferien. Dazu gehören der Besuch des bekanntesten Weinfestes sowie ein Stadtbummel durch Perpignan.
16:45
R: Karl Königsberger... Im Norden Italiens, in den Sextener Dolomiten, entspringt einer der mächtigsten Flüsse Europas: die Drau. Sie durchzieht bis zu ihrer Mündung in die Donau fünf geschichtsträchtige Länder. Über Jahrtausende hat sie die Landschaft und das Leben der Menschen an ihren Ufern geprägt. Die Drau ist einer der größten Tieflandflüsse Mitteleuropas, doch von dem einst frei mäandrierenden Wildfluss ist kaum mehr etwas übrig geblieben. Weite Strecken des Flusslaufes sind begradigt, 22 Wasserkraftwerke ringen dem Strom Energie ab, und an seinen Ufern wurde allein im 20. Jahrhundert drei Mal Krieg geführt. Nur der Drau-Unterlauf an der Grenze zwischen Slowenien und Kroatien, der jahrzehntelang durch den Eisernen Vorhang abgeschirmt war, ist völlig unberührt. Hier brüten Schwarzstörche in der Abgeschiedenheit des Waldes, Seeadler fischen in den Seitenarmen, und unzählige Uferschwalben nisten in den Steilufern der Drau.
17:30
I: Elisabeth Lanz, Hendrik Duryn, Daniela Ziegler, Thomas Fritsch, Harald Posch, Veronika Polly, Coco Huemer; S: Verena Kurth; R: Heidi Kranz... TV-Schmonzette. Unternehmerin verliebt sich vor toller Bergidylle in smarten Firmeninvestor., Stoffmanufaktur in Not: Beatrice (Elisabeth Lanz) will den 150 Jahre alten Familienbetrieb erhalten, ihre Mutter (Daniela Ziegler) will an einen Münchner Investor verkaufen. Der schickt Thomas Berger (Hendrik Duryn), um den Deal einzutüten….
19:00
anschließend: 3sat-Wetter.
19:30
Unter dem Motto Never Not Spectacular findet das Festival CPH Stage in Kopenhagen im Juni 2018 zum sechsten Mal statt. Die Besucher erwarten 50 Shows mit über 90 Künstlern aus aller Welt. Moderator Eric Mayer möchte vor allem mehr über die skandinavische Tanzszene erfahren. Das Festival setzt ganz auf Vielfalt: Vom Ballettabend im Royal Danish Theatre bis hin zu einer Luftakrobatiknummer an einem Kran im Hafen – alles auf ganz eigene Art spektakulär! Eric Mayer trifft auf den finnischen Künstler Taneli Törmä, der mit seiner Gruppe Location X die dreiteilige Klang-Installation Cover präsentiert, in der Tanz und Klang miteinander verschmelzen. Die Choreografin Gunilla Lind hält in ihrem Stück V.O.M.P. unserer zum Teil wahnhaft nach Schönheit strebenden Gesellschaft den Spiegel vor und fragt: Was ist schön? Auch die dänische Choreografin Stephanie Thomasen wirft mit ihrer nachdenklichen Tanzperformance TRO eine nicht weniger spannende Frage auf: die Glaubensfrage. Außerdem besucht Eric Mayer die Akrobatik-Performance opHAV im Hafen Kopenhagens und den dreiteiligen Ballettabend The Generator.
20:00
Tagesschau
20:15
I: Piotr Beczala, Julia Kleiter, Rebeca Olvera, Spencer Lang, Cheyne Davidson, Martin Zysset; R: Michael Beyer... Eher melancholisch als frivol und von der selbst ernannten „Heulsuse unter den Regisseuren“ Andreas Homoki am Opernhaus Zürich zur Revue entschlackt. Mit dem Megahit „Dein ist mein ganzes Herz“.
22:00
I: Marco Rima, Esther Schweins, Mark Keller, Nadja Brenneisen, Basil Eidenbenz, Andrea Zogg, Stefan Gubser, Noémie Kocher, Hubertus Geller, Salvatore Greco, Eva Habermann, Gino Haegler; S: Marco Rima, Andreas Gaw; R: Jürg Ebe... Komödie mit dem Comedian Marco Rima., Früher war Oliver (Rima) Draufgänger und Künstler, heute ist er Hausmann. „Er ist nicht mehr der Mann, den ich mal geheiratet habe“, meint Karrierefrau Franziska (Esther Schweins) und will sich von ihm trennen. Während Oliver sein altes Ich sucht, flirtet Franziska mit ihrem Chef (Mark Keller)… Die Klamotte verhebt sich an sketchhaftem Slapstickwitz a la „Nackte Kanone“, unterbrochen von albernen Traumsequenzen.
23:25
Maischberger
00:40
lebensArt
01:40
I: Helena Bonham Carter, Linus Roache, Alison Elliott, Charlotte Rampling, Elizabeth McGovern, Alex Jennings, Michael Gambon, Charlotte Rampling; S: Hossein Amini; R: Iain Softley... Liebestragödie nach dem gleichnamigen Roman von Henry James., London, 1910: Die Konventionen der Klassengesellschaft verbieten die Liebe der höheren Tochter Kate (Helena Bonham Carter) zum armen Journalisten Merton (Linus Roache). In ihrer Verzweiflung treibt Kate den Geliebten in die Arme der reichen Amerikanerin Millie (Alison Elliott): Die Sterbenskranke dürfte Merton ein fettes Erbe hinterlassen. Doch Kates Plan geht schief… Der Brite Iain Softley („Tintenherz“) reizte die hoffnungslose Stimmung der Romanvorlage aus. Der Lohn waren vier Oscar-Nominierungen, u. a. für die überragende Melodramatikerin Bonham Carter.
03:20
I: Dean Martin, Kim Novak, Ray Walston, Felicia Farr, Cliff Osmond, Barbara Pepper, James Ward, Doro Morande, Howard McNear, Henry Gibson, Alan Dexter; S: I. A. L. Diamond, Billy Wilder; R: Billy Wilder... Sexkomödie von Billy Wilder („Stalag 17“)., Als der Schnulzenstar Dino (Dean Martin) im Provinzkaff Climax eine Autopanne hat, wittert ein komponierender Tankwart (Ray Walston) die Chance seines Lebens. Er quartiert den Sänger bei sich ein. Um Dinos Libido zu füttern, engagiert er die Dorfprostituierte „Pistolen-Polly“ (Kim Novak) als Tischdame… Eine anrührende Kim Novak rettet Billy Wilders maue Boulevard-Farce., [Ton: Mono.
05:20
R: Peter Moers... Der Gebirgszug der MacDonnells, seit 1992 ein Nationalpark, erstreckt sich einige Hundert Kilometer in west-östlicher Richtung durch das ansonsten flache, wüstenartige Zentrum Australiens. Aus dieser Ebene ragen die berühmten abgeschliffenen Sandsteinkuppen von Kata Tjuta und Uluru, früher The Olgas und Ayers Rock genannt, heraus. Immer wieder wird das vor 350 Millionen Jahren entstandene Gebirge von Flussläufen durchschnitten. Der bekannteste von ihnen ist der Finke River, eines der ältesten Flusssysteme der Welt. Den Aranda-Aborigenes galten die Honigameisen als Leckerbissen, eine vitaminhaltige, süße Nahrung. Diese Art der Ernährung nennt der Australier Bush Tucker – Nahrung und Medizin aus der Natur. Ein Experte für Bush Tucker ist der Botaniker Peter Latz, der die Sprache der Aranda beherrscht.